Morgen jährt sich das Attentat von Stauffenberg auf Hitler zum 60. Mal.
Wenn „unsere“ Regierung und die bürgerlichen Medien dem Widerstand gegen Hitler und seinem NS-Regime gedenken, dann wird oft vergessen, dass Stauffenberg zu Beginn die Nazidiktatur mitgetragen hat. Ist dies aber ernsthaft ein Grund, seine spätere Reue und sein Engagement gegen Hitler herabzuwürdigen, wie es einige Gruppierungen tun? Es scheint doch der falsche Weg.
(Aufgenommen im Hof des Bendlerblocks)
Rückblick: 1944 stand Stauffenberg als Stabschef beim Befehlshaber des Ersatzheeres im Mittelpunkt eines Netzwerkes von etwa 200 Regimegegnern. Über Jahre hinweg hatten Offiziere, die dem Regime und somit Hitler zunächst loyal gegenüberstanden, diese Opposition im Staatsapparat aufgebaut und auch Verbindungen zu zivilen Oppositionellen hergestellt. Nach mehreren fehlgeschlagenen Attentaten misslang am 20. Juli 1944 auch der letzte Versuch. Hitler überlebte den Sprengstoffanschlag bei einer militärischen Lagebesprechung in seinem Hauptquartier “Wolfsschanze”. Stauffenberg und seine Mitverschwörer wurden im Hof des Bendlerblocks exekutiert.
„Wir brauchen keine nationalen Helden! Stauffenberg abschalten!“ tönt es von der einen, „60 Jahre Deutschland sind genug, um zu vergessen und versöhnlich mit der Geschichte umzugehen!“ auf der anderen Seite. Held oder doch Tyrann?
Natürlich sollte nicht der Fehler gemacht werden zu vergessen, dass Stauffenberg zu Beginn das System mitgetragen hat.
Allerdings ist es doch weit mehr zu schätzen, dass Stauffenbergs Gewissenbisse ihn nicht nur bekehrten, sonder das er zum Widerständler wurde und gegen das NS-Regime ankämpfte und dafür letztendlich mit seinem Leben bezahlte.
Jeder Mensch kann sich verändern, Nazis auch.
Genau diese Idee sollten wir auch heute verfolgen. Wie soll ein Neo-Nazi von seiner Ideologie abschwören, wenn er weiß, dass er weiterhin verschmäht wird und nirgendwo Zuflucht findet.
Außerdem würde eine solche dogmatische und doktrinäre Haltung unsere Prinzipien in den Grundfesten erschüttern.
Denn bereits alte Weisheiten lehren uns zu vergeben.
Lesetipps:
Staatsstreich: Der lange Weg zum 20. Juli von Joachim Fest (ISBN: ISBN-13: 978-3442721061)
Claus Schenk Graf von Stauffenberg: Die Biographie von Peter Hoffmann (ISBN-13: 978-3570550465)
Wenn ihr dem Link folgt, könnt ihr euch ein sehr informatives und aufschlussreiches Video ansehen.
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Auch den alltäglichen Kampf gegen Fremdenfeindlichkeit haben wir uns auf die Fahnen geschrieben. Wir müssen Vorurteile, die sich in sogenannten Stammtischparolen widerspiegeln, energisch entgegentreten, damit diese Diffamation unserer ausländischen Mitbürger im Keim erstickt wird.
Aussagen wie „Ausländer nehmen uns die Arbeitsplätze weg“ und „Ausländer sind kriminell“ sind nicht nur viel zu kurz gedacht sondern auch falsch und stets vehement zurückzuweisen.
Oft ist aber solchen minderbemittelten Ansichten mit, den zahlreich vorhanden, sachlichen Argumenten nicht entgegenzuwirken. Weshalb mit Hilfe einer Ironisierung solcher Aussagen die Engstirnigkeit dieser oft ans Tageslicht gebracht werden kann. Desweiteren können die törichten Verfechter derartiger Auffassungen bloßgestellt oder zum Nachdenken, insofern Kapazität vorhanden, anregt werden.
Gerade in dieser Zeit, der wirtschaftlichen Krise, müssen wir solchen Ansichten offensiv entgegentreten, damit ein Rutsch nach rechts verhindert werden kann.
Bitte verbreitet das Flugblatt überall wo ihr könnt!!!

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Trotz dem Engagement unzähliger Bündnisse, Gruppen, Parteien und Bürgern aus Trier und der Region Trier zieht die NPD, vermutlich mit einem Sitz, in den Stadtrat ein.
Auch wenn ein Sitz nicht wirklich nützlich sein wird so ist es doch ein kleiner aber feiner Achtungserfolg für die NPD. Vor allem aber ist es eine Schande, dass es soweit kommen konnte. Extremes braunes Gedankengut hat nichts in unseren Köpfen und schon gar nichts in unseren Parlamenten verloren.
Hier kann sich auch die CDU noch einmal an die eigene Nase packen, die mit Sicherheit nicht wenige Wähler an die NPD verloren hat. Zukünftig sollte man verschiedene seiner Ansichten und den Umgang mit selbigen besser überdenken, wenn man nicht immer wieder Hass schüren will und somit auch Menschen aus der Mitte der Gesellschaft in die Arme der Rechten treibt.
Im Gegensatz zum Gesamtergebnis Europas, bei dem sich ein Rechtstrend abgezeichnet hat, haben in Deutschland die Konservativen und Rechten eher Boden verloren.
Vor allem antiislamistische Parteien konnten punkten. So die britische British National Party (BNP), in der nur Weiße Mitglieder werden können und die Großbritannien aus der EU abmelden will. Sie gewann scheinbar zwei Sitze.
Die niederländische antiislamistische Freiheitspartei (PVV) kam auf 15 Prozent der Stimmen und kann somit vier Abgeordnete ins Parlament schicken.
Auch in Österreich hat die FPÖ mit ihrem antiislamischen Tönen ihr Ergebnis gegenüber 2004 verdoppeln können, bleibt aber trotzdem hinter ihren Erwartungen. Schlimm genug, dass bei 13,1 % von nicht erfüllten Erwartungen gesprochen werden kann. Denn 13, 1 % sind für eine rechte Partei 13,1 % zu viel.
Wir sehen wieder einmal, wie wichtig ein permanentes Engagement gegen Rechts ist.
Wir sind die Picknicker – Gemeinsam stärken gegen Nazis. Unter diesem Motto versammelten sich am Samstagmorgen 400 Teilnehmer in Trier auf dem Viehmarkt, um gegen die NPD-Kundgebung zu demonstrieren. Unter friedlichsten Bedingungen verliehen die Beteiligten ihrer Meinung Ausdruck.
Am Nachmittag waren auf dem Simeonstiftplatz, wohin die Veranstaltung kurzfristig verlegt wurde, fast 800 Personen ansässig, die gegen die NPD auf die Straße gingen. Das Interesse an der NPD-Kundgebung war geradezu phänomenal. Denn gerademal 20 Gleichgesinnte erschienen, darunter auch Kinder, um den gepredigten Nonsens über sich ergehen zu lassen. Dabei wurden sie kontinuierlich von den Gegendemonstranten durch Zwischenrufe wie z.B. „Nazis raus“ gestört.
Am 5. Juni 2009 hat das Bündnis gegen Rechts eine Demo gegen die NPD und ihre Gefolgschaften in Trier geplant. Dazu bitten wir, neben vielen anderen AktivistenInnen, um tatkräftige Unterstützung.
Bereits an diesem Wochenende hat die NPD eine Kundgebung an der Porta Nigra angekündigt. Das Bündnis gegen Rechts lädt, zu diesem Anlass, zum „Picknick“ ein.
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Wie einem Zeitungsbericht der Tageszeitung „Trierischer Volksfreund“ heute zu entnehmen war, kam es erneut zu unglaublichen, nicht hinnehmbaren Angriffen der Rechten. Diesmal war eine junge Frau der Linken das Opfer. In Trier wurden Steckbriefe aufgehängt, auf denen eine Ansammlung übelster Beleidigungen, die sich auf die junge Frau bezogen, zu finden war. Dabei handelte es sich meist um Beleidigungen auf sexueller Basis.
Dieses Vorgehen zeigt wiedermal eindeutig, wie primitiv die Gehirne, sofern vorhanden, der Rechten strukturiert sein müssen. Nicht nur das einschüchtern politischer Gegner ist schrecklich, auch ist die Art und Weise des Vorgehens ein Armutszeugnis für die Rechten.
DESHALB AUCH, AM 5. JUNI IN TRIER, GEGEN NAZIS AUF DIE STRAßE GEHEN!!!
Anbei findet ihr den Bericht des TV: Download